6. Neujahresempfang der Mittelstandsvereinigung bei STADAC in Buxtehude

v.l.n.r.: Eckart Lantz, Jürgen Badur, Kai Seefried MdL, Dr. Volker Schmidt, Helmut Dammann-Tamke MdL, Henning Münnecke (Foto: Martina Neumann)

„Wir Mittelständler sind Job-Motor und sorgen für Steuereinnahmen in den Kommunen“, so begrüßte Henning Münnecke, Kreisvorsitzender der Mittelstandsvereinigung, die über 150 gut gelaunten Gäste auf dem Neujahresempfang der Mittelstandsvereinigung des Kreisverbandes Stade. Dieser fand bereits zum 6. Mal in Folge in den Räumlichkeiten von BMW STADAC in Buxtehude statt. Der Buxtehuder Bürgermeister, Jürgen Badur, betonte in seinem Grußwort an die Gäste, dass der Bau der A26 nicht an Buxtehude scheitern würde. Angesichts der aktuellen Lage wurde diese Aussage mit einem großen Applaus belohnt. 

Der erste Kreisrat des Landkreises Stade, Eckart Lantz, hob hervor, wie gut Deutschland aufgestellt sei. Es habe noch nie so viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze wie heute gegeben. Damit der Landkreis Stade weiterhin so gut aufgestellt sei, arbeite man vor allem an den Themenbereichen Infrastruktur und Bildung als wichtige Standortfaktoren. Der ÖPNV sei inzwischen gut aufgestellt. Der Weiterbau der A26 sowie die Küstenautobahn inklusive Elbquerung müssten weiter vorangetrieben werden. Aktuell versuche man, Bildungsinitiativen optimal zu bündeln. Besonders sei man daran interessiert, auch Unternehmen im „Fachbeirat Schule und Beruf“ mit ins Boot zu holen. 
Da die Wahl in Niedersachsen kurz bevor steht, waren die Grußworte der beiden Landtagsabgeordneten natürlich geprägt vom Wahlkampf. Kai Seefried hob hervor, wie gut Niedersachsen aufgestellt sei, seitdem CDU und FDP das Land regieren. Mit Blick auf den fertig gestellten Tiefseehafen Jade-Weser-Port und das Drama um den Berliner Flughafen kommentierte er „Wir in Niedersachsen können Infrastruktur“.
Helmut Dammann-Tamke unterstrich, dass es ihn nie interessiert habe, was ein Abgeordneter im Landtag verdiene. Wichtig sei ausschließlich, dass Hannover unsere Region „auf dem Schirm“ habe. Dies sei gelungen mit der Gründung der Hamburg-Umland-Runde in 2003, die sich seitdem  jede Plenarwoche am Mittwoch träfe. 

Hauptredner des Abends war Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer vom Arbeitgeberverband Niedersachsenmetall. Er wünsche sich die Fortsetzung einer wirtschaftsfreundlichen Politik in Niedersachsen, so Schmidt mit Blick auf die anstehende Landtagswahl. Niedersachsen habe sich die letzten Jahre mindestens genauso dynamisch entwickelt wie Bayern. Die Arbeitslosigkeit konnte seit 2003 um über ein Drittel reduziert werden. Aktuell sei Kurzarbeit kein Thema in Niedersachsen. Durch die Krise 2008/2009 sei man durch ein hohes Maß an Flexibilität gekommen. Viele Arbeitsplätze wären erst gar nicht entstanden, wenn z. B. in der Metall- und Elektroindustrie die Möglichkeit für die Befristung von Arbeitsplätzen nicht gelockert worden wäre. 

Schmidt appellierte, Denkblockaden gegenüber älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufzuheben. „Wir brauchen die Älteren. Jüngere mögen schneller sein, ältere Arbeitnehmer aber kennen die Abkürzungen.“ Erfahrungen könnten schließlich nicht studiert werden. Vor dem Hintergrund, dass die heute 70jährigen eine bessere gesundheitliche Konstitution hätten als in den 60er Jahren die 50jährigen und die durchschnittliche Rentenerwartung seit 1980 um acht Jahre gestiegen sei, dürfe die „Rente mit 67“ kein Thema mehr sein. Außerdem könnten und wollten viele Ältere auch länger arbeiten. Arbeit sei Sinnerfüllung und Bestätigung. Schmidt ist MitInitiator und Aufsichtsratsvorsitzender der Demografie Agentur Niedersachsen (http://www.demografieagentur-nds.de). Diese berät mitteständische Unternehmen, wie ein demografiefester Betrieb aussehen könne. Eine gemeinsame Veranstaltung mit der MIT im Landkreis Stade zu diesem wichtigen Thema wurde bereits noch für dieses Jahr verabredet. 

Scharf attackierte Schmidt den Kanzlerkandidaten der SPD, Peer Steinbrück. Bei namentlichen Abstimmungen habe dieser seit 2009 durch reihenweise Abwesenheit geglänzt. Es gehöre jedoch zu den selbstverständlichen Pflichten eines Abgeordneten und im Übrigen zum guten parlamentarischen Stil, in Sitzungswochen in Berlin anwesend zu sein. Steinbrück disqualifiziere sich durch seine demonstrative Gleichgültigkeit und mangelnden Respekt vor dem Souverän, dem Wähler, eigentlich schon allein dadurch für das Kanzleramt. 

Zum Schluss seiner Rede appellierte Schmidt noch einmal eindringlich an alle, zur Wahl am 20. Januar zu gehen. Ein Regierungswechsel in Niedersachsen bedeute, dass rot-grün dann eine eigene Mehrheit im Bundesrat habe. Egal, wie die Bundestagswahl dann im Herbst ausgehe – selbst bei einer absoluten Mehrheit für Frau Merkel könnte eine unionsgeführte Bundesregierung dann auf Jahre nichts gegen einen rot-grün bestimmten Bundesrat ausrichten. Auch darum ginge es bei dieser so wichtigen Landtagswahl. Gerade in den letzten Tagen müssten deshalb noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden. Jeder Sechste, der seine Stimme abgäbe, habe 2008 in den letzten Tagen vor der Wahl entschieden. Dieser Anteil ist dieses Mal noch höher. Wichtig sei auch das Abschneiden der Freien Demokraten. Schließlich könne die CDU als stärkste Partei auch in Schönheit sterben.

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