Nachhaltiges zukunftsfähiges Wirtschaftsförderungskonzept – Mittelstandsvereinigung fordert stärkere Vernetzung und Vermarktung

Digitalisierung, demografischer Wandel, Fachkräftemangel…! Wie stellt sich eine zukunftsorientierte kommunale Wirtschaftsförderung dabei auf? Welche Unterstützung benötigen gerade kleine und mittlere Unternehmen von der kommunalen Wirtschaftsförderung? Umfangreiche Antworten dazu gab es bei einer gemeinsamen Veranstaltung der MIT KV Stade und der CDU Ratsfraktion Hansestadt Stade

V.l.n.r.: Heike Vollmers, Henning Münnecke, Dieter Klahsen, Sönke Hartlef

Über 30 Gäste konnte Heike Vollmers, MIT-Bezirksvorsitzende und stellvertr. MIT-Kreisvorsitzende im wunderbaren Ambiente auf der „Insel“ in Stade begrüßen. Der informative Abend stand unter dem Motto „Erfolgreiche kommunale Wirtschaftsförderung“. Unter den Gästen auch der Landtagsabgeordnete Kai Seefried.

Referent dieser hochkarätigen Veranstaltung war Dieter Klahsen, stellvertr. Landesvorsitzender der MIT Niedersachsen und mittelständischer Unternehmer aus dem Landkreis Osnabrück.

Dieter Klahsen, stellvertr. Landesvorsitzender der MIT in Niedersachsen

In seinem Vortrag machte Klahsen deutlich, wie wichtig die gute Kombination der einzelnen „harten“ (z. B. Infrastruktur, Verkehrsanbindung, Verfügbarkeit von Gewerbeflächen, Breitbandnetz) und „weichen“ (z. B. Bildungs-, Kultur-, Freizeitangebote, Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung) Standortfaktoren für Neuansiedlungen bzw. Unternehmenserweiterungen ist. Für Unternehmen, gerade kleine und mittlere Unternehmen ist die gelungene Kombination der einzelnen Faktoren die zentrale Frage bei ihrer Standortentscheidung.

Klahsen plädierte eindringlich dafür sich noch stärker zu vernetzen. „Die Wettbewerbsvorteile der Region mit seinen Unternehmen müssen gestärkt und gemeinsam weiterentwickelt werden“, so Klahsen. „In den Unternehmen, gerade in kleinen und mittleren Unternehmen, gibt es viel Innovationskraft“, so Klahsen weiter, „diese Innovationskraft ist ein großes Potenzial für die weitere Entwicklung der Region und die muss gefördert werden“.

Eine der großen Herausforderungen für die künftige Arbeit einer erfolgreichen Wirtschaftsförderung ist die Unterstützung der Unternehmen bei der Suche nach geeigneten qualifizierten Arbeitskräften. Hierbei muss die kommunale Wirtschaftsförderung künftig noch stärker die Attraktivität und den Bekanntheitsgrad des Standortes und der Region fördern, um entsprechende Fachkräfte und/oder Unternehmen in der Region zu halten oder für die Region zu gewinnen.

Sönke Hartlef, stellvertr.  Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Hansestadt Stade

Sönke Hartlef, stellvertr. Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Hansestadt Stade stellt in seinem Grußwort kurz den derzeitigen Stand für das City-Management der Hansestadt Stade vor. Der Bereich Tourismus soll um die beiden Säulen „City-Management“ und „Events“ erweitert und damit weiter professionalisiert werden. Das künftige City-Management wird ein wichtiger Baustein in der künftigen Vermarktung des Standortes Stade sein.

„Die Digitalisierung im Landkreis und in Deutschland muss vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbes auf jeden Fall weiter schnell vorangetrieben werden, damit gerade die mittelständischen Unternehmen nicht weiter ins „Hintertreffen“ geraten“, so Henning Münnecke, Kreisvorsitzender der MIT Stade.„Ein schnellerer Ausbau des Breitbandnetzes auf mindestens 100 m/bit ist für viele Unternehmen heute schon überlebenswichtig“ so Münnecke weiter. Das schnelle Breitbandnetz ist ein zentraler Punkt für die Standortentscheidung eines Unternehmens.

Henning Münnecke, Vorsitzender der MIT Kreisverband Stade

Für die MIT forderte Münnecke „einen einheitlichen Ansprechpartner / einen Kümmerer für alle Belange und Anfragen von Unternehmen mit entsprechenden Entscheidungskompetenzen“.

Zudem fordert die MIT kürzere Bearbeitungszeiten bei Anfragen und Genehmigungsverfahren. Hier muss schneller und effizienter im Sinne des Kunden / des Unternehmen gearbeitet werden.

In der anschließenden Diskussion ging es u. a. um die Themen Gewerbeflächenmanagement, Gewerbesteuern, und Bekämpfung von Leerstand in den Innenstädten.

Fazit von Klahsen und Vollmers: „Um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen wir ein zukunftsorientiertes nachhaltiges Wirtschaftsförderungskonzept für die gesamte Region. Wir müssen uns im Kampf um Unternehmen und die Arbeitskräfte noch stärker vernetzen und die Region gemeinsam noch wesentlich stärker vermarkten“.

Die Pressemitteilung gibt es hier zum Download als PDF: “Nachhaltiges zukunftsfähiges Wirtschaftsförderungskonzept –  Mittelstandsvereinigung fordert stärkere Vernetzung und Vermarktung, 24-05-2017

 

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